10 internationale Tipps gegen den Oktoberfest-Kater

Around the world: Wie andere Länder den Brummschädel bekämpfen

Ein Besuch des Münchner Oktoberfests endet nicht selten mit einem gehörigen Kater und somit mit den typischen Folgen: flaues Gefühl im Magen und ordentlicher Brummschädel. Um den Kater zu bekämpfen, setzen die Deutschen auf das Hausmittel „Rollmops“. Der süß-saure Fisch enthält viel Eiweiß und Salze. Doch was machen die anderen Völker auf der Welt? Vielleicht kennt man in anderen Ländern ein besseres Anti-Kater-Mittel? Die Redaktion von familien-gesundheit.de hat sich für Sie einmal umgesehen und aus anderen Ländern die besten Tipps und Tricks gegen den Oktoberfest-Kater gesammelt. Kommen Sie mit: Brummschädel-Bekämpfung around the world.

© Katzenspielzeug / pixabay.com

Wer bei der Wiesn etwas über die Stränge schlägt, fängt sich schnell einen Oktoberfest-Kater ein. Die Quittung folgt am nächsten Morgen: Übelkeit und Brummschädel. Um schnell wieder auf die Beine zu kommen, gibt es allerlei Hausmittel. Familien-gesundheit.de hat über den Tellerrand geschaut und sich bei anderen Völkern umgesehen.

 

Detox wie die Indianer – Anti-Kater-Tipp Nummer 1

Einen Oktoberfest-Kater würden die Indianer wie folgt bekämpfen: Bringen Sie im ersten Schritt den Körper ordentlich zum Schwitzen. Dazu können Sie Sport treiben oder die nächste Schwitzhütte bzw. Sauna aufsuchen. Sammeln Sie im zweiten Schritt den Schweiß auf und trinken Sie ihn. Dabei sollte die Körperflüssigkeit einige Minuten im Mund behalten und später wieder ausgespuckt werden. Die Prozedur soll den Körper von der Droge Alkohol reinigen.

Zugegeben: Bislang hat sich bei der familien-gesundheit.de-Redaktion kein Freiwilliger zum Ausprobieren der Methode gefunden. Doch die Erfahrungsberichte unserer Leser würden uns sehr interessieren!

 

Innereien stehen in Rumänien hoch im Kurs – Anti-Kater-Tipp Nummer 2

Bei einem Alkoholkater wird sowohl in Rumänien als auch in der Türkei auf ein Gericht geschworen, dass mitteleuropäische Mägen an ihre Grenzen bringen dürfte. Um den Alkoholkater nach einer großen Sause wie dem Oktoberfest loszuwerden, kommen Innereien auf den Tisch. Aus Magen, Lunge oder Herz wird mit Sahne, Knoblauch und Zwiebeln eine cremig-würzige Suppe gekocht und anschließend verzehrt. Das soll wirklich das allerbeste Rezept gegen den Kater sein.

 

Der Amerikaner setzt ein rohes Ei dem Hangover entgegen – Anti-Kater-Tipp Nummer 3

Aus den USA sind bereits die verrücktesten Ideen über den großen Teich geschwappt. Auch bei der Bekämpfung eines ordentlichen Katers mangelt es den Amerikanern nicht an Ideen und Einfallsreichtum. Dem klassischen „Hangover“ wird mit einem einfachen Rezept zu Leibe gerückt: Man nehme ein rohes Ei, einen ordentlichen Spritzer Worcestershire-Sauce und Tomatensaft. Das Ganze wird mit einer Prise schwarzem Pfeffer verfeinert. Die Konsistenz des Gemischs ist nicht besonders appetitlich und der Geruch eher gewöhnungsbedürftig. Doch der Amerikaner hat auch hier noch einen Tipp parat, der einem norddeutschen Leitspruch sehr nahe kommt: „Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken!“ Also, Augen zu und alles auf Ex hinunter kippen. Schlucken nicht vergessen! Wohl bekomm’s!

 

In Irland wird sich eingegraben – Anti-Kater-Tipp Nummer 4

Auch die Iren haben eine ganz spezielle Art entwickelt, um sich gegen einen gehörigen Kater zu wappnen. Und dabei ist es ganz egal, ob der Brummschädel vom Guinness, vom Whiskey oder vom Oktoberfest kommt. In Irland graben sich die Trinkkumpels gegenseitig in Gewässernähe ein. Hier wird ganz klar auf den Entgiftungseffekt gesetzt. In Irland mag diese Form des Detoxen gehen, doch wie zum Henker soll man diesen Tipp in der Münchner Innenstadt beim Oktoberfest umsetzen? Ganz einfach: Verlassen Sie für ein paar Stunden die Theresienwiese. Legen Sie sich im Englischen Garten in Isarnähe auf eine der Wiesen und versuchen Sie ein wenig zu meditieren. Man kann ja fürs Erste langsam anfangen und sich erst später steigern.

 

Engländer setzen auf die Wissenschaft – Anti-Kater-Tipp Nummer 5

Weltweit suchen Menschen nach Rezepten, wie sie sich gegen einen fiesen Kater wappnen können. Auch wenn die Engländer kein Oktoberfest haben, sind sie auf diesem Gebiet der Kater-Forschung nicht untätig. Die Briten setzen bei der Kater-Bekämpfung auf wissenschaftliche Methoden. Untersuchungsdaten belegen, dass ein Sandwich mit Speck bestens geeignet sei, den Wiesn-Kater zu vertreiben. Forscher aus Newcastle vertreten die These, dass im Brot und Speck viele wertvolle Aminosäuren stecken, die dem flauen Gefühl im Magen und dem Brummschädel etwas entgegensetzen können.

Bei den Recherchen in puncto Tipps und Tricks gegen den Oktoberfestkater hat die Redaktion von familien-gesundheit.de wahrlich schon kuriosere Rezepte gelesen. Ein Sandwich mit Speck ist übrigens auch ganz ohne Kater sehr lecker.

 

Das Motto in Puerto Rico lautet: Vorsorge ist besser als Nachsorge – Anti-Kater-Tipp Nummer 6

Puerto-Ricaner wollen dem Kater nach einem ausgelassen Fest von vornherein keine Chance geben. Sie setzen daher auf die Strategie „Vorbeugung“. Das ist sehr clever, denn wer erst gar keinen Kater bekommt, muss sich auch keine Mittel gegen Brummschädel und Co einfallen lassen. Damit die Menschen in Puerto Rico dem Kater direkt die Rote Karte zeigen können, schmiert man sich Limetten- oder Zitronensaft unter die Achseln. Die Maßnahme soll übermäßiges Schwitzen verhindern und allgemein ist bekannt, dass Alkohol die Dehydrierung verstärkt. Ob die Rechnung der Puerto-Ricaner – nämlich wer weniger schwitzt auch unter Alkoholeinfluss weniger dehydriert – aufgeht, müsste man versuchen, im Selbsttest herauszufinden.

 

Flaschen-Voodoo in Haiti – Anti-Kater-Tipp Nummer 7

Auch die Haitianer packen das Problem an der Wurzel an. Um den Oktoberfestkater zu bekämpfen, würden sich die Bewohner der Karibik-Insel nicht lange mit Nebensächlichkeiten wie einem Kater-Frühstück oder wissenschaftlichen Argumenten aufhalten. Sie nehmen direkt die Ursache ins Visier: Das Übel kommt schließlich aus der Flasche. Deswegen wird in traditioneller Voodoo-Manier die Flasche gefoltert.

Für das Folterritual werden in den Korken der Flasche 13 Nadeln gesteckt. Doch beim Oktoberfest fließt das Bier in Strömen. Wie soll diese Methode bei Bierkrügen funktionieren? Überlieferungen zu Abwandlungen sind bislang nicht bekannt.

 

Vitaminbombe aus Australien – Anti-Kater-Tipp Nummer 8

Auch Australier kennen die typischen Kater-Symptome. In Down-Under setzt man nicht auf Magie, sondern eher auch Chemie. Das in Australien bei Kater bevorzugte Präparat heißt „Berocca“. Es ist hochgradig gesund, denn Berocca enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Es hilft daher nicht nur gegen die typischen Kater-Symptome, sondern soll auch bei Migräne und Dehydration wirken. Ähnliches, mit vergleichbarer Wirkung, gibt es auch in unseren Breitengraden in der Apotheke zu kaufen – unter dem Namen „Alka Seltzer“.

 

In Schottland folgt auf das Whiskey-Gelage die Buttermilch – Anti-Kater-Tipp Nummer 9

Wie kaum ein anderes Volk kennen sich die Schotten mit Alkohol aus. Schließlich heißt ihr Nationalgetränk „Whiskey“ und ist weltberühmt. Über die Jahrhunderte wurde die Spirituose in vielen, langen Verkostungen perfektioniert. Ohne das eine oder andere Opfer im Namen des guten Geschmacks ist eine solche Entwicklungsarbeit schließlich nicht zu leisten.

Ganz ähnlich wie die Amerikaner setzen die Schotten als Anti-Kater-Mittel ebenfalls auf ein Spezialgebräu, den sogenannten „Highland Fling“. Die Grundzutat ist Buttermilch. Dazu gibt es einen Schuss Maisstärke. Auch darf eine Prise Salz und Pfeffer nicht fehlen. In Schottland vertritt man außerdem die Devise „Viel hilft viel!“. Deswegen wird direkt empfohlen, gleich ein ganzes Pint, also ungefähr 0,5 Liter, zu trinken. Slàinte Mhath!

 

Kvass aus Russland – Anti-Kater-Tipp Nummer 10

In Russland haben die Menschen reichlich Erfahrung mit dem Kater nach größeren Trinkgelagen, schließlich ist die Liebe des russischen Volkes zum Wodka legendär. Was die Russen tun, um die Kater-Symptome zu lindern, kann aus diesem Grund nur gut sein. Im ehemaligen Zarenreich gibt es neben dem Wodka noch ein zweites Nationalgetränk: „Kvass“. Kvass lässt sich am besten mit „Brot in flüssiger Form“ beschreiben. Das Getränk besteht aus Roggen, Hefe und Zucker.

Einen Haken hat das Anti-Kater-Getränk der Russen: Durch die Hefe kommt es zu Gärprozessen, die wiederum dafür sorgen, dass Kvass ein wenig Alkohol enthält. Demnach wirken die Russen dem Kater nach der Methode „Feuer mit Feuer bekämpfen“ entgegen.

 

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